Samstag, 27. März 2010

Ein richtiger Boden

Letzte Woche hat das Haus einen Boden bekommen. Die Erde, die vorher aufgeschüttet wurde, wurde gleichmäßig verteilt. Dann wurde eine Zementschicht aufgetragen. Zwei Bauarbeiter haben Zement gemischt und zum Haus mit einer Schubkarre gekarrt. Ein anderer hat den Zement mit einer Holzlatte geglättet. Und fertig ist der Boden. Die meisten ghanaischen Häuser haben keinen Boden wie in Deutschland, sondern die Menschen leben direkt auf dem Estrich. In meiner Familie ist es relativ gut, weil wir fast überall einen PVC Boden verlegt haben, aber das ist wirklich etwas besonderes.
Ich denke aber, dass auch in meiner Schule vielleicht noch soetwas wie Bodenplatten oder eine besondere Beschichtung über den Zement kommt. Ich kann mir vorstellen, dass es nicht allzu gut für den rohen Zementboden ist, wenn darauf etwas ausläuft oder viele Menschen leben.
Für das Mischen des Zements wird viel Wasser benötigt. Aber auch in der Schule fließt das Wasser nicht immer aus dem Hahn (so wie auch bei mir zu Hause) und so müssen die Mädchen ganz oft Wasser holen. Der nächste Brunnen ist ca. 10 Minuten entfernt. Aber wir haben auch einen Grundwasserbrunnen in der Schule, in dieser Jahrerzeit ist der nur fast immer leer und die Mädchen brauchen auch etwas Wasser zum duschen morgens.

Phidelia und Patience beim Wasser schöpfen aus dem Brunnen in unserer Schule. Da sie diese Arbeit von ihrem zu Hause gewöhnt sind, weil es auch dort meist kein fließend Wasser gibt, ist es keine Strafe für sie und es macht manchmal sogar Spaß (zumindest, wenn eine Kamera dabei ist).


Zement wird angekarrt,....


Zement wird verstrichen,....


... und schon ist der Boden fertig!

1 Kommentar:

  1. Juhu, es geht voran mit den Räumen in deiner Schule. Es ist sehr super, dass Du dazu beträgst mit dem Spendengeld von vielen aus unserer Kirchengemeinde und anderen Sponsoren, dieses zu schaffen. Das wir das alles schaffen, davon bin ich überzeugt. Ich kann allen, die dieses lesen und die mit ihren Spenden und dem Kauf der Taschen dazu beitrugen nur DANKE sagen. Wir werden das Projekt weiter aufmerksam verfolgen und daran teilhaben. Gruß Paps

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