Das Essen hier ist eigentlich wenig abwechselungsreich.
Zum Fruehstueck gibt es Weissbrot, das auch Sugarbread genannt wird und Porech (Schreibweise unklar). Auf dem Brot ist Magarine und fuer mich zum Glueck noch Marmelade, die wird aber solange gegessen bis das Glas leer ist. Also habe ich 3 Wochen das Gleiche.
Zum Mittag und Abendbrot, im Deutschen interessant, weil es ja Brot heisst, gibt es das Gleiche.
Entweder gibt es Reis, fritierte oder gekochte Kochbananen, Casava (eine Wurzel), oder Yam (auch eine Wurzel). Beides ist von der Konsistens aehnlich wie Kartoffeln nur etwas haerter. Kann aber geschmacklich mit Kartoffeln nicht mithalten. Dann gibt es noch Banku, eine Art Klos und Gari (beides aus Maismehl und anderem). Und nicht zu vergessen Fufu, das Nationalgericht. Es besteht aus gestampften Casava und Kochbananen. Also im Prinzip wieder das gleiche. Zu allem gibt es das sogenannte Stew. Ein Mix aus Gemuese (Kohl, Spinat oder Tomaten), meist noch Fisch und ganz viel Oel. Es schwimmt immer alles von all dem Oel. Das gefaehrliche daran ist das man nicht mehr erkennt was da drinnen war. Ich bin einmal fast an einer Fischgraete erstickt, weil ich sie nicht gesehen hatte. Der Vorteil daran ist aber auch, dass man nicht sieht, wie der Fisch oder das andere mal ausgesehen hat, man wuerde es sich sonst wahrscheinlich anders ueberlegen und nicht mehr essen.
Am liebsten mag ich Kochbananen und Reis. Bei uns gibt es jeden Tag einmal Reis. Daher kann ich es auch eigentlich nicht mehr sehen. Wenn ich nach Hause komme (in so ca. 9 Moanaten) werde ich erstmal lange Zeit keinen Reis mehr essen.
Am meisten Probleme habe ich mit Fufu. Man darf es nicht kauen und soll es nur abschlucken. Das ist besonders schweirig, wenn man die Erdnusssuppe, die es dazu gibt ueberhaupt nicht mag.
Beim Essen hier geht es nicht um den Genuss, sondern ums "drinnen" haben. Die Mengen, die die Ghanaer essen ist unglaublich. Zusammensitzen beim Essen gibt es auch nicht. Es ist wirklich nur schnelle Nahrungsaufnahme.
Zum Glueck gibt es bei mir Fruehstueck. In vielen Familien wird schon morgens warm gegessen. Beim Fisch wird alles gegessen. Die Knochen, die Organe und die Augen. Das muss ich zum Glueck nicht machen, ich sitze da und puhle alles raus, was ziemlich anstrengend ist.
Drive in gibt es hier auch sozusagen. Es gibt kleine Staende am Strassenrand, wo Frauen Essen verkaufen zum Mitnehmen. Sich da etwas zu holen machen unglaublich viele. Man sagt dann man moechte Reis fuer so und so viel Pewsas (Cent)haben und das wird dann in eine Plastiktuete getan. Da man kein Besteck hatund das ja auch viel zu lange Dauern wuerde, lutscht man das Essen aus einer abgerissenen Ecke der Tuete. Man muss das ganze vorher durchkneten, damit der Reis und die Sosse auch gemischt sind. Es ist aehnlich wie das Trinken aus den Tueten. Dadurch entsteht besonders viel Plastikmuell und da es keine Muelleimer gibt, wird es einfach Fallen gelassen. da noch etwas Essen dran ist, essen diese Plastiktueten viele Voegel. Kein Scherz, die Kraehen und Hunde essen die gesamten Tueten.
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Also, wenn irgend jemand nochmals über das Essen in Deutschland mault, denn sollte man...
AntwortenLöschenObwohl, alles ist Gewöhnungssache. Trotzdem muss man sich nicht an alles gewöhnen, höchstens wenn es für einen bestimmten Zeitraum ist. Ich verspreche dir, dass wenn Du wieder im Lande bist, es für eine längere Zeit kein Reis geben wird. Bzgl. Kochbananen können wir reden: Die können wir auch in Deutschland zubereiten. Liebe Grüsse an die Goldküste von PAPA