Dienstag, 13. Juli 2010

Meine letzte Woche

Meine letzte Woche in der Schule hat angefangen und darüber bin ich wirklich sehr traurig. Allerdings bin ich auch mehr als im Zeitstress, weil meine Schüler jeden Tag Klausuren schreiben und ich sie am Nachmittag gleich korigieren muss.
Dieses Wochenende wollte ich eigentlich die ganzen Englisch Exams fertig bekommen, aber wir hatten dann noch eine sehr kurzfristige Einladung zum letzten Seminar nach Accra bekommen. Von dem Seminar habe ich allerdings einen Sonnenbrand (10 Minuten um 9 Uhr morgens uneingecremt in der Sonne) und was noch viel schlimmer ist über 70 Mückenstiche am ganzen Körper mitgebracht. Ich war zu faul mein Moskitonetz in Swedru abzubauen und dort wieder aufzubauen, nun habe ich gelernt. Es juckt unglaublich. Hört der eine Mückenstich auf, juckt der nächste. Besonders sschlimm sind die an der Fußsohle und den Fingern. Am nächsten morgen war mein ganzes Bett voller Blut, als hätte sich ein horde Vampire über mich hergemacht. Die Mücke ist ganz eindeutig das schlimmst Tier der Welt, kein anderes hat mehr Menschenleben auf dem Gewissen und nun auch noch meinen Schlaf und meine Ruhe. In meinem ganzen Leben hat mein Körper noch nicht so gejuckt. Ich empfehle also allen immer nur mit Moskitonetz zu schlafen. 10 mal ohne geht es gut, aber beim elften mal wünscht man sich man wäre nicht so faul gewesen.

Anbei sende ich noch einige weitere Fotos von der Flutkatastrophe in Swedru.

Hier war mal eine Wohnung



Die Überreste des Hauses einer Schülerin




2 Kommentare:

  1. Hallo Maria,
    das mit der Flut ist schlimm. Da die Menschen schon wenig hatten und jetzt gar nichts mehr besitzen.
    Du tust mir leid mit so vielen Mückenstichen. Ich weis wie es ist mit nur 2 bis3 Stichen. Ich wünsche dir, dass die nicht so jucken und schnell heilen.
    Einen Gruß aus Norddeutschland mit sehr warmen Temperaturen von Agathe

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  2. Hi Maria,
    so nun kann man schon die Stunden zählen bis wir uns wiedersehen. Wir sind glückich und freuen uns riesig darüber.
    Du hast sehr viel erlebt in dem Jahr, was wir aus den Berichten hier entnehmen können. Eine Erfahrung, die einem nicht mehr genommen werden kann und die Dich sicherlich auch geprägt hat, über manche Dinge ganz anders zu denken. Insbesondere der krasse Unterschied zwischen "im Überfluß zu leben" und "mit wenig auszukommen und trotzdem zufrieden zu sein". Das sollte uns dazu bringen, mit mehr Dankbarkeit und Zufriedenheit durch Leben zu gehen und auch links und rechts zu schauen, wie es meinem Mitmenschen geht.
    Liebe Grüsse und bis sehr bald
    Dein Vater "Winnetou"

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