Freitag, 9. April 2010

Exams

Zur Zeit werden Exams in meiner Schule und in allen Schulen Ghanas geschrieben. Es gibt hier keine Arbeiten im Laufe des Halbjahres so wie bei uns, sondern zum Ende des Terms werden zwei Wochen lang Exams in allen Fächer geschrieben. In meiner Schule sogar drei Wochen, weil alle Schüler noch eine praktische Prüfung haben und das bei nur einer Küche etwas Zeit in Anspruch nimmt. Das ghanaische Schuljahr ist in drei Terms aufgeteilt, die jeweils drei Monate dauern. Danach gibt es vier Wochen Ferien. Die genauen Daten dafür legt jede Schule selber fest. So ist es nicht ungewöhnlich, dass viele Schulen schon in den Ferien sind, andere aber erst nächste Woche folgen. Auch wann genau der Unterricht wieder anfängt, entscheidet jede Schule für sich selbst. Nur die staatlichen Schulen haben feste Daten und an diesen orientieren sich die Privaten. Es gibt hier aber genauso viele private wie staathatliche Schulen, denn die Ausbildung an den privaten Schule ist meist um ein vielfaches besser.
Bisher hatte ich sehr viel Arbeit wegen der Exams. Erstmal die Fragen konzipieren, auf Compuer tippen, in einen Kopiershop gehen, das ganze ausdrucken und kopieren (410 Stück) und jetzt natürlich das Korrigieren. 7 Arbeiten hatte ich und teilweise 42 Schülerinnen in der Klasse sitzen. Sie hatten zwei Zettel mit Fragen und jedes Fach hat seine eigenen Schwierigkeiten beim Korrigieren. In Mathe ist es anstrengend, wenn schon die Frage falsch abgeschrieben wird und ich andauert alles selber nachrechnen muss und schauen wo der Fehler liegt, um bei Folgefehler zum Beispiele halbe Punkte zu geben. In Englisch gab es erstmal einen Grammatikteil für den sie eine Stunde Zeit hatten, dann Fragen zu einem Text, also Verständnis, und dann sollten sie zwei Aufsätze mit jeweils 200 Wörtern schreiben. Das musste ich ca. 40 mal korrigieren und teilweise ist ihr Englisch so schlecht, dass ich keine Ahnung habe, was sie schreiben wollten. Da Englisch nicht meine Muttersprache ist, ist das ganze noch mal anstrengender. Aber zum Glück sind bald Ferien und das ganze ist nur drei mal im Jahr.
Ich bin keine ausgebildete Lehrerin und war nie Teil des ghanaischen Schulsystem, sodass ich wüsste, wie man hier arbeiten konzipiert. Ich merke daher, was für eine Verantwortung ich hier trage, denn ich arbeite komplett eigenverantwortlich und werden nicht kontrolliert in meinem Tun, aber Unterstützt. Ich denke, dass ich das bis jetzt ganz gut hin bekommen habe und werde auch weiterhin mein bestmögliches geben, auch wenn es oftmals ganz schön anstrengend ist.

Praktische Kochprüfung. Die Bedingungen sind schon etwas anders als in einer deutschen Küche. Kein fließend Wasser, eine Gaskochplatte, kein Stauraum,....




Der zweite Raum bekommt ein Aluminium Dach.


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