Samstag, 3. Oktober 2009

Ich war im Krankenhaus....

Heute und gestern war ich im Krankenhaus. Nun aber kein Grund zur Panik. Ich habe nur eine andere Freiwillige besucht. Der geht es richtig schlecht. Sie hat Malaria. Uns Europaeer hat das ja richtig weg. Durchfall, Brechen, Fieber, Schmerzen am ganzen Koerper und totale Schlappheit. Ich hoffe, dass ich durch meine Prophylaxe nichts bekomme. Eine weiter Freiwillige, Lisa, die ich schon von meinemVorbereitungsseminar aus Deutschland kannt, hatte auch Malaria, sie lag auch im Krankenhaus. Das habe ich aber erst erfahren, als ich die andere besucht habe.
Ein afrikanisches Krankenhaus. Was ist dazu zu berichten. Sie liegt zum Glueck in einem Zimmer alleine. Es ist aber doch sehr spaerlich eingerichtet. Besuchszeiten sind morgens 5 bis 6 und abends 4 bis 5. Also so wie der ganze Tagesrhytmus hier etwas anders als in Deutschland. Die Schwestern sind nicht wirklich freundlich. Es wird teilweise vergessen ihr die Medikamente zu geben, die sie vorher selber kaufen muss (bei der Medikamentenausgabe). Sie darf ihren Tropf nicht selber austellen, wird aber etwas "grob behandelt", wenn sie bittet, dass das eine SChwester fuer sie macht. Also ich bescheidt gesagt habe, dass eine SChwester kommen soll, damit sie auf die Toilette kann, haben sich die Schwestern lange angeguckt. Irgendwann blieb der Blick der Schwestern auf einer anderen Schwester haengen. Die hat dann noch einige Sekunden zurueck gestarrt und dann zu mir gesagt sie komme gleich. Sie hat also den Anstarrwettbewerb verloren und musste jetzt los. Mariana, die krnake Freiwillige wird auch immer das gleiche gefragt. Aufgeschreiben wird sich hier kaum was. Auch auf bitten ihr etwas gegen die Uebelkeit zu geben, meinten die Schwestern immer nur, dass die Infusion dagegen sein, dabei ist die einfach nur gegen den Fluessigkeitsverlust. Ich glaube,dass die nur sehr schwer nachvollziehen koennen, dass einen Europaeer Malaria viel mehr umhaut, als sie selber.
Ich hoffe do, dass ich hier nicht krank werde (naja Dauerdurchfall habe ich ja immer noch). Sollte ich im Krankenhaus liegen. ich wuesste nich, ob ich nicht noch am gleichen Tag nach Deutschland zurueck wollte. Aber ueber so etwas denke ich besser nicht nach, sonst werde ich von den dunklen Loechern verschluckt, die manchmal auftauchen.
Am Donnerstag hatte ich auch noch ein Erlebnis. In Deutschland haette ich sicherlich die Polizei gerufen.
Ich bin mit einer anderen Freiwilligen die Hauptstrasse lang gelaufen, als mich ein Ghanaer am Arm festgehalten hat. Er hat immer gefragt wo ich hin gehen und auf Fanti gelabbert. Ich habe nur versucht meinen Arm wieder frei zu bekommen.Und "NO" geschrien. Der hat dann aber meinen Arm mit beiden Haenden festgehalten. Und "I Love you" gesagt. Ich habe echt da gestanden und versucht meinen arm wieder frei zu bekommen. Die ganze Situation hat bestimmten ein paar Minuten gedauert. Die andere Freiwillieg war voll ueberfordert und stand nur perplex daneben. Was ich aber auch schlimm war, dass da echt viele Leute waren, aber keiner hat etwas gemacht. Gut ich habe nicht help geschriehen. Ich war so damit beschaeftig meinen Arm wieder zu bekommen, aber die Leute haetten das echt sehen muessen. In einem Moment habe ich doll geruckt und der Typ hatte nicht gut genug festgehalten und ich war frei. Noch eine halbe Stunde spaeter habe ich die Haende von dem Typen auf meinem Arm gespuehrt, so doll hatte der festgepackt.
Das war aber bis jetzt das krasseste was ich erlebt habe. ich habe nur staendig Leute die mich begleiten wollen, meine sachen tragen, Telefonnummern haben wollen und immer wieder welche die mich anfassen wollen.
Zu einem anderen Thema:
Gestern abend habe ich Pfannkuchen gemacht. Pfannkuchen, eigentlich ganz einfach. Nur nicht fuer mich. Es fing schon damit an die Zutaten zu bekommen. Milch. Milch, wo findet man Milch, die gibt es hier naemlich nicht ueberall, byw nur in einem Supermark und dann ist sie sowie so die meiste Zeit aus. Aber ich hatte Glueck, beim dritten Versuch habe ich Milch bekommen. 1 Lieter 3,50 Cedi. Echt teuer. Eine Ananas kostet 0,30 Cedi, genau wie eine Taxifahrt. Eine Stunde Internet im schnellsten Internetcafe (in dem ich immer sitze) kostet 1 Cedi.
Mehl. Ich habe stundenlang in unzaehligen Laeden nach Mehl gefragt. Aber Mehl gabs dann nur auf dem Mark, zu dem ich dann mit dem Taxi gefahren bin. Und dann Obruni auf dem Markt!!! Ueberall geschreihe. Wie viele leute mich als ihre Freunde bezeichnet haben und wollten, dass ich was kaufe. dann habe ich aber doch noch Mehl gefunden. Das wurde aber nur in Bechern verkauft. Wie viel Gramm ist ein Becher??? Keine Ahnung also habe ich geschaetzt und 5 Becher gekauft. In meiner Schule habe ich am naechsten Tag nachgemessen, die haben naemlich eine Kuechenwage, aber nur mit Ouz Angaben. Statt 300 gramm habe ich 1,25 Kilo Mehl gekauft, also leicht verschaetzt. Eier habe ich dann ganz einfach direkt neben meinem Hasu bekommen. Obwohl auch das im verhaeltnis sehr teuer ist 0,20 Cedi fuer ein Ei. Mehl hat 0,70 Cedi die Tasse gekostet. Pfannkuchen, also hier ein sehr teures Essen. Nachdem ich die zweite Halbzeit Deutschland gegen Kamerun U20 WM gesehen habe. Habe ich dann Pfannkuchen gemacht. Wenn dieses ueberaus wichtige Tunier interessiert, Deutschland hat 3 zu 0 gewonnen.
Mein Teig war irgendwie zu fest und in der Pfanne konnte ich die ueberhaupt nicht wenden. Also hatte ich mehr einzelne Pfannkuchen stuecke.
Ich hatte extra mehr gemacht, weil ich ja in einer ghanaischen Familie war und die immer sehr viel essen. Meine Gastmutter hat mirr, dann aber erklaert, dass sie nach 3 Uhr nachmittags nichts mehr ist. Mein Gastvater hat einen gegessen und das eine Maedchen Abigail, wollte nicht probieren. Jennifer hat dann zum Glueck noch etwas gegessen. Ich hatte aber viel zu viel uebrig.
geschmacklich gingen sie, ich mag ja sowieso eigentlich nur Pfannkuchen mit Pflaumen von meiner Oma. Fazit: Koche nur etwas was du selber alles essen koenntest und was dich finaziell nicht in den Ruin treibt.

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